Heilfasten im Fokus

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Bei den unterschiedlichen Arten des Heilfastens steht stets ein Ziel im Vordergrund: die Reinigung des Körpers. Nach den darmreinigenden Einläufen werden entweder nur Saft und Brühe getrunken, nur Wasser und Tee oder es wird sich ausschließlich von Molke und Obstsaft ernährt. Wer welche Form wählt, ist den individuellen Vorlieben eines jeden Einzelnen vorbehalten. Auf jeden Fall sollte vor einer Fastenkur ein Arzt konsultiert werden, denn das Fasten stellt hohe Anforderungen an Körper und Geist.

Vor dem eigentlichen Fasten werden zwei Vorbereitungstage eingelegt. Hier wird schon auf Genussmittel verzichtet. Dann wird eine Darmentleerung durchgeführt: mit Einläufen oder Abführmittel wie beispielsweise Glaubersalz. Danach beginnen die Fastentage. Wird dem Körper keine Energie in Form von Nahrung oder Flüssigkeit zugeführt, dann schaltet er auf extreme Sparflamme. So wird lediglich ein Minimum an Energie verbraucht, der Blutdruck sinkt und das Herz wird entlastet. Zuerst verliert der Körper Wasser aus dem Gewebe und dann Eiweiße aus Muskeln. In dieser Phase können bis 500 Gramm täglich abgenommen werden. Das Fasten darf aber keinesfalls länger als 3 Wochen durchgeführt werden, ansonsten kann es zu Herzproblemen kommen, weil den Herzmuskel wichtige Proteine entzogen werden. Kurzfristiges Fasten von einigen Tagen ist nach der Ansicht der meisten Mediziner unbedenklich für einen gesunden Körper, längeres Heilfasten sollte nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden.

Nicht geeignet sind Fastenkuren für Krebskranke, Diabetiker, Schwangere, Kinder, Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion und Menschen mit Bluterneigung. Nur zum Abnehmen sollte das Fasten auch nicht angewendet werden. Vorsicht ist geboten, wenn regelmäßige Medikamente eingenommen werden müssen. Das Fasten kann deren Wirkung beeinflussen und im schlimmsten Fall ganz neutralisieren. Die Gewichtsreduktion während des Fastens ist ein willkommener Nebeneffekt.

Eine interessante Variante des Heilfastens ist das Fastenwandern. Durch die Bewegung an der Luft wird der Effekt des Fastens maximiert, auch wird dadurch ein größerer Grundumsatz generiert, wobei die positiven Auswirkungen des Fastens schneller eintreten. Fastenwandern sollte nur in Gruppen ausgeführt werden, da ein erfahrener Leiter notwendig ist. Je nach körperlicher Konstitution werden dann zwischen 10 und 25 Kilometer täglich zurückgelegt. Auch dieser Variante gehen einige Entlastungstage voraus, danach findet die Darmentleerung statt und während des Wanderns werden 2-4 Liter Wasser, Kräutertee oder verdünnte Fruchtsäfte getrunken.

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