Grüner Tee – gesund?

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Der grüne Tee hat eine lange Geschichte und bereits seit einigen Jahrtausenden wird er in China angebaut. Eine Sage berichtet, er wäre im Jahre 2737 vor Christus von dem damals herrschendem Kaiser entdeckt worden. Das Blatt eines in der Wildnis wachsenden Teestrauches wehte zufällig in eine Schale mit heißem Wasser, so entstand der erste Aufguss. Im 6. Jahrhundert vor Christus sollen erstmals Teepflanzen zu grünem Tee verarbeitet worden sein. Erst der Dichter Lu Yü beschrieb im Jahre 780 nach Christus ganz ausführlich diese Art der Teezubereitung. Zu dieser Zeit brachten Mönche den Tee von China nach Japan. Tee wurde zu Ziegeln gepresst, dann zu Pulver zerrieben und mit kochendem Wasser überbrüht. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde der Tee als getrocknetes Teeblatt aufgebrüht. So wird der grüne Tee noch heute zubereitet. In diesen Jahren kam er auch nach Europa.

Neben dem besonderen Geschmack hat der grüne Tee verschiedene wertvolle Inhaltsstoffe vorzuweisen, welche ihn von anderen Sorten unterscheiden. Einige hat er aber auch mit gängigen Teesorten gemeinsam, unter anderem das Koffein. Deswegen zählt der grüne Tee zu den anregenden Getränken. Es ist den Forschern bis heute allerdings noch nicht geglückt, genau herauszufinden, ob schwarzer oder grüner Tee sich im Koffeingehalt wesentlich unterscheidet. Das Koffein im Tee entfaltet seine Anregung allerdings nicht sofort, wie das beim Kaffee der Fall ist. Das hat seinen Grund in den im Tee enthaltenen Gerbstoffen. Sie verzögern die belebende Wirkung des Koffeins. Der Fachmann bezeichnet sie auch als Tannine. Sind im grünen Tee viele Tannine enthalten, kann sich das durchaus in einem bitteren Geschmack äußern. Grüntees, die blumig und fruchtig schmecken, weisen in der Regel wenige Tannine auf. Die Tannine im Grüntee sind nicht gebunden, wie das beim schwarzen Tee der Fall ist. Deshalb gehen sie nach dem Wasseraufguss komplett in das heiße Wasser über. Dass der Grüntee eine Heilwirkung hat, soll in erster Linie von diesen Gerbstoffen kommen. Sie bekämpfen Viren und Bakterien.

Das Aroma der Tees hängt generell von den in ihnen enthaltenen ätherischen Ölen ab. Alle im Grüntee beinhalteten Öle konnten trotz intensiver Forschung bis zum heutigen Zeitpunkt nicht nachgewiesen werden. Bei jeder Sorte Tee ist die Zusammensetzung der ätherischen Öle unterschiedlich, die flüchtig sind. Bei lange gelagertem Tee kommt es vor, dass ein Großteil von ihnen nicht mehr vorhanden ist. Das äußert sich entsprechend nachteilig im Geschmack des Tees. Durch Hitze wird ihr Anteil ebenfalls schnell kleiner. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass bestimmte grüne Tees nur mit Wasser gebrüht werden sollten, das ca. 60 bis 75 Grad heiß ist. Das Aroma wird dadurch geschont, die Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Der Grüntee hat sehr viele Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe vorzuweisen. In ihm sind Natrium, Kalzium, Eisen, Fluor, Kalium, Zink, Vitamin A, B1, B2, C, E und K enthalten., die seine gesundheitsfördernde Wirkung bedingen.

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